• Warren Neidich, Color of Politics —
    The Statisticon Neon

    The Statisticon Neon (2017) ist eine Hommage an Joseph Beuys’ monumentales Werk Das Kapital Raum 1970-1977, das zuerst 1980 im Deutschen Pavillon in Venedig zu sehen war und sich heute als Leihgabe in der Neuen Nationalgalerie / Hamburger Bahnhof in Berlin befindet. Neidich montiert sein diagrammatisches, von buntem Neonlicht gepägtes Werk auf eine zwanglose Anordnung schwarzer Tafeln, die eine Art Echo auf Beuys’ Installation sind und sich zu dieser vergleichbar einem Technicolor- zu einem Schwarzweissfilm verhalten. Das Neonlicht veranschaulicht die Beziehung zwischen Kunst und Gesellschaft rund vierzig Jahre nach Beuys’ Werk, insbesondere die Bedeutung des Internets und seine Auswirkungen auf… Weiterlesen

  • Stefan Römer, Über künstlerisches Inter-esse

    Stefan Römers de-konzeptuelle künstlerische Fotoarbeiten und Zeichnungen beziehen subtil die aktuellen Themen der Privatisierung des sogenannten öffentlichen Raums und der Kontrolle vernetzter Medien auf die künstlerische Praxis. Visuell repräsentierte Ausschluss-, Herrschafts- oder religiöse Gesten, wie sie gerade heiß diskutiert werden, formulieren konkrete politische Interessen. Sie bilden den kulturellen Rahmen der Kunst und beeinflussen ihre Produktion. Weiterlesen

  • Nadia Lichtig, Ghosttrap

    The German word „unheimlich“ is considered untranslatable; the rough English equivalent, „uncanny“, is itself difficult to define. According to Freud’s description, the uncanny „derives its terror not from something externally alien or unknown but – on the contrary – from something strangely familiar which defeats our efforts to separate ourselves from it“. It’s precisely this small line between reality and imagination that the German –French artist Nadia Lichtig walks in the most recent realization oft her ongoing project Ghosttrap. Weiterlesen

  • Martin Lorenz, Silva Reichwein, SINE GREY

    Die Musik und die Bilder basieren auf vergleichbaren konzeptuell-theoretischen Ansätzen. Sie entstehen unabhängig voneinander und nicht aus einem gegenseitigen interpretativen Verhältnis heraus. Es gibt verwandte kompositorische Vorgänge und in ihrer Komplexität der jeweiligen Arbeitsprozesse ähnliche Entscheidungsabläufe. Weiterlesen

  • Malene Landgreen, four dimensional desires

    Seit fast zwei Jahrzenten entwickelt Malene Landgreen ihre Arbeiten im Spannungsfeld von freier Malerei und architekturbezogener Farbintervention. Viele ihrer Werke, die erst im Bezug zum architektonischen Raum ihre endgültige Form annehmen, sind durch Prinzipien eines erweiterten Malerei- und Poesiebegriffs bestimmt. Dabei fließen in ihre zunächst unabhängig entstehenden Bilder und Collagen zunehmend höchst eigensinnige, der Malerei ursprünglich fremde Materialien ein. Diese verdichten sich dann später zu raumgreifenden Environments. Weiterlesen

  • Eva Grubinger, Black Diamond Bay

    Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich Grubinger mit dem vielfältigen Potenzial alltäglicher Dinge, die sie aus den unterschiedlichsten Feldern bezieht – darunter Architektur, Zeitgeschichte, Literatur aber auch Minimal- und Konzeptkunst. Durch Verfremdungsprozesse mittels Material und Volumen verschiebt sie die ursprünglichen Codierungen dieser Objekte. In ihrem neuen Kontext stehen sie dann metonymisch für unsichtbare gesellschaftspolitischen Strömungen und deren unterschwellige Wirkung auf die Psyche. Weiterlesen

  • Daniel Laufer, 1/50 sec

    Daniel Laufers neuer Film 1 /50 sec verwendet und reflektiert auf die optische Illusion fluider Bewegungsabläufe im Film, die durch eine physikalische Eigenschaft des menschlichen Auges verursacht wird, die unter dem Begriff Phi-Effekt (Nachbildwirkung) bereits an frühen Vexierbildern nachgewiesen wurde. Der Effekt basiert auf der Tatsache, dass die Netzhaut ein Bild für einen kurzen Zeitraum nach dem Lichtreiz weiterhin wahrnimmt und mit dem nachfolgenden verschmilzt. Weiterlesen

  • Versuch, einen Platz in Berlin zu erfassen

    mit Tina Born, Ursula Döbereiner, Kerstin Drechsel, Larissa Fassler, Susanne Huth, Annette Kisling, Barbara Trautmann, Petra Trenkel Am 18. Oktober 1974 beschloss Georges Perec, drei aufeinander folgende Tage am Pariser Place Saint-Sulpice zu verbringen um zu notieren, was man im allgemeinen nicht notiert: „was passiert, wenn nichts passiert außer Zeit, Menschen, Autos und Wolken“. Es war der Versuch die Wirklichkeit zu transkribieren, das Banale, das „Infra-Gewöhnliche“, das Hintergrundgeräusch festzuhalten. Weiterlesen

  • Saturn Drive

    mit Ann Craven, Friederike Feldmann, Keltie Ferris, Renaud Regnery, Marie Reinert, Antoine Renard, Alexander Wagner. Konzept: Renaud Regnery Angesicht der Überfülle möglicher Welten stellt sich für die Kunst die Frage, wie sie sich innerhalb dieser unterschiedlichen Realitäten positioniert. Statt finale Kunstobjekte zu präsentieren, bringt Saturn Drive die Spekulationen von sieben internationalen Künstlern über die Rahmenbedingungen und mögliche Bedeutung von Schöpfung in Zeiten der Revolutionen – seien es technische, finanzielle oder politische – zusammen. Weiterlesen

  • Cumuli – Trading Places

    mit/with: Paolo Chiasera (I/D), Clegg (IL/D) & Guttmann (ILS/A), Ricarda Denzer (D/A), Tomáš Džadoň (SK/CZ), Heike Gallmeier (D), Robert Gschwantner (A/D), Stef Heidhues (USA/D), Axel Hoedt (D/UK), Ralf Hoedt (D), Candice Lin (USA), Nora Mertes (BE/D), Alexej Meschtschanow (UKR/D), Gianni Moretti (I), Jana Müller (D), Regine Müller-Waldeck (D), Tom Nicholson (AUS), Katrin Plavčak (A/D), Jochen Plogsties (D), Nika Radić (CRO/D), Goran Rebić (A/D), Gregor Schmoll (A), Tilo Schulz (D), Christian Schwarzwald (A/D), Stephanie Syjucio (USA), Simon Wachsmuth (A/D), Moira Zoitl (A/D) Weiterlesen

  • Gumhold, Plöger, Vardag, Famed, Suspended by Ourselves

    To pursue the useless is hardly possible in a society where everything is made use of, even the mind. Nothing appears to be more frightening than to slow down the hyperactivity. Even our desires are guided by the principles of competition and exchange. Under these circumstances the cliché of a detached, inspired artistic work is worth preserving as this notion is the potentiality inherent to passivity. Weiterlesen

  • Andrea Pichl, Gun Hill Road

    Two hours of slides from the artist´s archiv and related films Weiterlesen

  • Marit Neeb, Resonance Structures — A Voyage on the South Sea

    On 4 April 1966 the multitalented Brian O’Doherty invited Marcel Duchamp to dinner, explicitly to make a portrait of his friend. For this he hooked Duchamp up to an electrocardiogram and took three readings of his heartbeat. The resultant artwork in 16 parts is a fascinating attempt to reconfigure a traditional visual genre in a much more abstract way. Undoubtedly one can say that this composite Portrait, whose elements include the cardiogram read-outs, preparatory drawings and a number of oscilloscopes, drew together many of the key questions of that era: among them kinetics, systems, presence, and identity. Weiterlesen

  • Martin G. Schmid, serververse

    Speziell für die Räume des Kunstvereins hat der in Zürich und Berlin lebende Maler Martin G. Schmid ein Raum übergreifendes Wandbild entwickelt. Am 30.10.2014 war zeitgleich mit dem Launch des neuen Künstlerbuchs von Martin G. Schmid die erste Phase der Arbeit zu sehen. Zwei Wochen später ist die neue Arbeit fertig. Der Künstler bezieht formal und inhaltlich die radikal moderne Architektur des L40 in diese Arbeit ein und verbindet Bild und Vorbild auf der Basis architektonischer Assoziationen zu einer neuen Einheit. Die zeitgenössische Architektur geht dabei überraschende Verbindungen zu Festungen und Felsenruinen ein, die hinter bizarren, nur begrenzt steuerbaren Fehlern… Weiterlesen

  • Aleksander Komarov, Trapeze Concrete

    Trapeze Concrete ist eine Studie über Anwesenheit und Abwesenheit, über Leben und Nachleben von Architektur im urbanen und sozialen Kontext am Beispiel des verschwundenen Palasts der Republik. Weiterlesen

  • After the Delay

    After the Delay is a group show joining five artists with different artistic practices such as writing, installation, painting and sound to collaborate on this particular project. A project by Hendrik Möhler for L40-Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz e.V. Signe Boe, Jenny Kalliokulju & Hendrik Möhler, Felix Kultau, Maximilian Rödel und Bernhard Schreiner Weiterlesen

  • Sven Åke Johansson, Leuchtröhren

    Johansson, der als Komponist und Musiker, Poet und bildender Künstler bekannt ist, gehört bereits seit den frühen 70er Jahren zu den Protagonisten der Westberliner Musik- und Kunstszene. Die ausgestellten Zeichnungen von Neonröhren stehen in durchaus sinnfälliger Beziehung zur seiner Musik. Sven-Åke Johansson arbeitet kontinuierlich an seinen Zeichnungsserien, in denen er sich stets jeweils nur einem bestimmten Sujet widmet, darunter Traktoren, Hubschraubern, Kofferradios oder Elefanten. Weiterlesen

  • Catherine Lorent, Relegation Delegation Doom Constellation

    Opening 03.05.20014, 1—6 pm Performance 29.05.2014, 8 pm Weiterlesen

  • Sharon Paz, Restraining Motion

    In ihrer eigens für die Fensterfront des Kunstvereins konzipierten Videoinstallation ‘Restraining Motion’ thematisiert die in Berlin lebende israelische Künstlerin Sharon Paz die Rolle des Individuums in der Gesellschaft. Ihr künstlerisches Mittel dabei ist eine von ihr entwickelte Form des Schattentheaters, das sie in wechselnden realistischen Räumen situiert. Die Darstellung von Zwang und Auflehnung des Einzelnen gegen Umstände und äußere Zwänge unterliegt dabei einer hoch stilisierten Choreographie mit Hang zum Absurden. Weiterlesen

  • Paolo Chiasera, II. Stile

    Since the beginning of what is commonly called modernity in painting, the focus has almost exclusively been on the complex problem of how to correlate gaze and image amongst the fields of physiology, philosophy and art history. Previously there had been a great consensus on the relationship between image and space, which had historically developed as a sub-question of constructive mathematics and stated that space has to do with perspective and vice versa. Weiterlesen