Wallwork #13
20.09.—30.11.2014
Eröffnung: 20.09.2014, 13—18 Uhr








Wallwork #13
20.09.—30.11.2014
Eröffnung: 20.09.2014, 13—18 Uhr








Wallwork #12
03.05.—31.08.2014
Eröffnung: 03.05.2014, 12—18 Uhr
Wallwork #11
09.03.—20.04.2014
Eröffnung: 08.03.2014, 19 Uhr
Wallwork #10
21.09.—30.11.2013
Eröffnung: 21.09.2013, 13 Uhr
Mit Imagine Two Rivers unternimmt Ines Lechleitner den Versuch, einen interdisziplinären, sensorischen Dialog über die Beziehungen und Assoziationen der Menschen mit einem Fluss zu eröffnen. Durch intensive Recherchen und zahlreiche Interviews vor allem zur Elbe und Yamuna erkannte sie, dass eher die Vorstellung von einem Duft als eine rein visuelle Arbei neue Perspektiven eröffnen würde. Das Ergebnis ist ein Parfüm, das sie zusammen mit dem in Wien lebenden Parfümeur Yogesh Kumar entwickelte und das für die Dauer der Intervention das Foyer des L40 erfüllen wird.
Wallwork #9
27.04.—30.08.2013
Eröffnung: 26.04.2013, 19 Uhr
Famed beschäftigen in vielen ihrer Arbeiten mit Gebäude und Architekturen in ihrem jeweiligen sozialen und stadträumlichen Kontext. Ihre Arbeit verweist weist auf die Geschichte und soziale Transformation des Viertels um den Rosa-Luxemburg-Platz und bedient sich dabei spezifischer Konsummuster, die wiederum sinnbildlich für solche der Demokratie stehen. Das Angebot gilt für alle, die aus dem Haus ins Viertel gehen und umgekehrt.
Wallwork #8
30.11.12—28.2.13, Eröffnung: 29.11.2013, 18:30 Uhr





Wallwork #7
ab 15.9.12, Eröffnung: 15.09.2012, 19 Uhr
In bekannt produktiver Ambivalenz hat der Künstler für das L40 eine Installation ersonnen, die das Äußere nach Innen kehrt. Trifft man nun im Foyer nun überraschend auf eine elegant tordiert Markise aus halbtransparentem Kunststoff, deren üppig faltige Materialität sich infolge eines merkwürdiger Wetterdesasters in eine schlaffe dreidimensionale Lemniskate verformt hat., deren eine Hälfte im vollständiger Umkehr jedweder zuvor denkbaren Nutzung nun einer großen Auffangschale gleicht.
Derartige funktionale und zugleich ästhetische Inversionen sind charakteristisch für die Collagen, Vitrinen, Skulpturen und Installationen von Verheus. Sie veranschaulichen oftmals den Umschlag in einen jeweils anderen Aggregatzustand, der den Formen mal spröde, mal übertriebene, aber stets neuartige Inhalte verleiht.
Geerten Verheus, 1965 in Amsterdam geboren, lebt und arbeitet in Berlin.

















WallworkK #4, 11.9.—20.11.11
In seinem 1903 erschienenen Text ‚Die Großstädte und das Geistesleben’ schreibt der Soziologe Georg Simmel, dass Großstädter angesichts der Fülle der zwischenmenschlichen Begegnungen, denen sie jeden Tag ausgesetzt sind, gar nicht anders können, als ihren Mitmenschen mehrheitlich aus dem Weg zu gehen, denn ohne Distanz und Abwendung sei diese Art von Leben gar nicht auszuhalten. So ist es eben auch eine elementare Sozialisierungsform, seinen Hausnachbarn nicht mal von Ansehen zu kennen und sich im ihm im Gegenzug auch nicht aufzudrängen, sondern sich vielmehr unhörbar und unsichtbar zu machen.
Obwohl eher atmosphärischer Natur, liegen diese Assoziationen nahe, denn Raphael Dankes Arbeit ‚The Double Disappearance of an Architect’ ist von ausgesprochen urbaner Natur. Man sieht in erster Linie eine Backsteinmauer, deren vergoldete Strukturen einen Menschen mehr verbergen als zeigen. Hier ist eine Hand erkennbar, dort scheint die Silhouette eines Gesichts auf. Der Bildtitel identifiziert die Figur als Architekten. Natürlich ist die kontinuierliche Recherche des Künstlers zur Präsenz des menschlichen Körpers nicht die eines Stadtsoziologen. Vielmehr setzt Raphael Danke in seinen Arbeiten schon seit geraumer Zeit verschiedene Auffassungen von Körpern – menschlichen, künstlichen wie geometrischen – in Bezug. Notwendigerweise betrachtet er die Dinge dazu ausgiebig, um sie dann zu zerlegen oder zumindest zu deformieren um sie dann anders zu stellen, zu zeichnen und neu zusammenzubringen. Er formt und verändert permanent, vernetzt auf surreale Art und Weise die unterschiedlichen gestalterischen Genres. Collagen mit ihren Schnitten und Verschiebungen sind das ideale Medium dafür.
Als dritte Kommission der vom Verein für das Foyer des L40 organisierten Reihe ortsspezifischer Arbeiten adressiert ‚The Double Disappearance of an Architect’ unmittelbar das Spannungsverhältnis von Bild und Wand, zwischen Architektur und Kunst. Elementare Materialien der Architektur werden als golden überhöhte Zitate vor der Folie minimalistischer Moderne gelöscht und verformt und entstehend neu aus Schnipseln und Rudimenten. Der Effekt ist wie ein ungeschriebenes Zitat oder eine nicht endgültig Gestalt findende Form. Relevanz manifestiert sich so gerade in ihrer Abwesenheit. Die Kunst von Raphael Danke kann daher vielleicht als Versuchsanordnung begriffen werden, die bekannte Geschichten neu erzählen.
Susanne Prinz


