Öffnungszeiten / Opening hours: Di – So / Tue – Sun 14 – 19 Uhr
Die Füße im Gras, der Blick in den Himmel. Amorphe Gebilde setzen sich weiß vor dem fernen Hintergrund ab, erscheinen leicht und schwer zugleich. Wir meinen etwas zu erkennen, das doch im nächsten Moment vorüber ist und weiterzieht, undurchsichtig und verführerisch.
Eine Geschichte der chinesischen Mythologie erzählt von der Himmelsgöttin Zhi Nu, die aus Wolken nahtlose Brokat-Gewänder zu weben vermochte. Der Erzählung nach webte sie aus feinen Dunstwolken Wandteppiche, die noch heute im Abend- und Morgenrot zu sehen sind. Schmücken die Wolken den Himmel, kleidet das Gras die Erde. Dazwischen eröffnet sich ein Raum, dem wir uns nähern wollen und in dem wir uns zu verorten suchen.
Unter dem Titel Cloud of Grass zeigen Studierende der Klasse Textile Künste von Prof. Caroline Achaintre der Kunsthochschule Burg Giebichenstein ihre Arbeiten im Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.
Geöffnet ist die Ausstellung vom 09.02.-18.02.2024
Di – So von 14-19 Uhr
Am Donnerstag, den 08. Februar laden wir um 18 Uhr zur Vernissage mit Sekt und süßen Wolken!
Eng:
Zhi Nu, the goddess of the sky, wove tapestries from fine clouds of mist that can still be seen today at sunset and sunrise.
In between Clouds and Grass, a space opens up in which we try to locate ourselves.
In the exhibition Clouds of Grass, 14 students from Prof. Caroline Achaintre’s Textile Arts class at Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle are showing their work at the Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.
The exhibition is open from February 9 – February 18, 2024 Tue – Sun from 14 – 19 pm
On Thursday, February 8, we invite you to our vernissage with sparkling wine and sweet clouds from 6 pm to 10 pm!
Das „Terrible Tourist Towel“ (2023) von Lena Marie Emrich ist streng limitiert auf 20 nummerierte Exemplare + AP.
Es ist 160 x 80 cm groß und wird in einer Schachtel mit einem signierten Zertifikat geliefert.
Preis 250,- Euro + Porto.
Suchen Sie ein Geschenk?
Dann sollten Sie die diesjährige Sonderedition von Lena Marie Emrich in Betracht ziehen, die exklusiv für den Kunstverein entworfen wurde. Das Terrible Tourist Towel ist die größere Version eines Handtuchs, das Teil von Emrichs Werk Towel Rack ist, in dem es einen stählernen Rapier ziert. Die Arbeit war Teil ihrer jüngsten Ausstellung Soft Cruelties im Kunstverein.
Looking for a gift?
Then you should consider this year’s special edition by Lena Marie Emrich, designed exclusively for den Kunstverein The Terrible Tourist Towel is the larger version of a towel that is part of Emrich’s work Towel Rack, in which it adorns a steel rapier. The work was part of her recent exhibition Soft Cruelties at the Kunstverein.
The Terrible Tourist Towel is strictly limited to 20 numbered copies + AP. It measures a useful 160 x 80 cm and comes in a box with a signed certificate.
Price 250,- Euro + postage.
Design in collaboration with Smile Initial @gkaabpyf @lorenzlorenzlorenzlorenz
je /each 18 x 24 cm, 2023
Edition 2-teilig: 8 + 2 AP
Die Edition ist aus der Performance Cry-Baby: How to Win Hearts and Influence People (2010), bei der die Performerinnen – ursprünglich Irina Gheorghe und Alina Popa – mittels Zwiebelschneidens für eine beliebig lange Veranstaltungsdauer ununterbrochen weinen. Ergänzend wurde vom Bureau of Melodramatic Research der Cry-Baby-Guideals Papieredition produziert. In den Cry-Baby Instructions schlägt BMR eine neue ‚Etikette der Tränen‘ für gesellschaftlich unstatthafte Gefühlsausbrüche vor. Zu diesem Zweck liefert er eine Reihe von Anleitungen, wie man die Zwiebel verwenden kann, um eigene Emotionen im öffentlichen Raum zu orchestrieren. | The Edition is from der Performance Cry-Baby: How to Win Hearts and Influence People in which the perfromers – originally Alina Popa and Irina Gheorghe – would cry continuously with the help of onions for the duration of any event in which the work would be shown. In addition to the performance, the Cry-Baby Instructions was produced as a work on paper, containing a set of instructions on how to use onion to control one’s display of emotions in the public space.
Die signierte Edition besteht aus 2 Blättern | Each signed edition consist of 2 prints
Eröffnung | Opening: 23.11.2023, 19 h
Performance: itinerant interlude #3 mit | with Kinga Ötvös
Zu sehen | On view: 24.11.2023 – 27.01.2024
Öffnungszeiten | opening times: Do-Sa | Thu – Sat 14-18 h und auf Anfrage | and upon demand
Emma Waltraud Howes Arbeit oszilliert zwischen Bewegung und Form und reicht von zeitbasierter Performance-Installationen über Soft-Skulptur, Klang bis zu Improvisationen mit fehlerhaften Objekten. Ihre Tanzschriften – Anleitungen für die Performer ihrer Stücke – sind von außergewöhnlich präziser Ästhetik. Sie sind die Grundlage für ihre vielschichtigen Neukonfigurationen von Körper und Raum. Howes transdisziplinären Arbeiten entwickeln sich im Rahmen einer konzeptionellen Kunstpraxis vor einem Hintergrund in Tanz (Ballett, Barockoper, Moderne und Baguazhang), Performancetheorie und bildender Kunst.
Dabei wird ihre Arbeit wird von der Beobachtung von Gesten geleitet, wobei der Schwerpunkt auf spekulativen Partituren liegt – Kompositionen, die ein Stadium in der Entwicklung von Konzept und Absicht zu Darstellung und Wirkung repräsentieren. Gestützt auf ihre grafischen Systeme schafft Howes Raum für konzentrierte Begegnungen oder ein „ernsthaftes Spiel“; ein Prozess, der die verkörperte Erfahrung einbezieht und zur Schaffung von „Hyper-Glitch“-Opern wie „Cadavre Exquis“ führt – Chimären, die das umfassende Scheitern feiern und alternative Perspektiven fördern.
In der Ausstellung „Manageable Matter“ zeigt Howes eine Reihe von Glasskulpturen und spekulativen grafischen Partituren. Schwerkraft und Anmut werden durch verschiedene skulpturale Variationen gläsernen Artischockenherzen erforscht. Kombiniert mit Metall- und Holzelementen sind einige diese Formen von keulenartigen Stämmen umschlossen, die sich ausgehend von mittelalterlichen Keulen in Trommelstöcke verwandeln, verzweigen und verästeln um schließlich zu langgestreckten Treibholzstöcken zu werden. Die „Orakel-Dekantierer“ gruppieren sich in der Dunkelheit, während Sehinstrumente multidirektionale Blickvariationen üben. Diese Prothesen werden als performative Objekte für eine Reihe von Interventionen zum Thema „Optimistischer Inkrementalismus“ verwendet – „Inkrementalismus“ bezieht sich auf eine Handlungsstrategie, die durch Versuch und Scheitern, Erweiterung und Verbesserung gekennzeichnet ist, um die Art und Weise zu thematisieren, in der wir unerbittlich mit der Vergangenheit verbunden sind.
Anlässlich der Eröffnung von Howes‘ Einzelausstellung wird die Opernsängerin und Performerin Kinga Ötvös auftreten. Ötvös hat zuvor bereits mit Howes für die 3-Kanal Filminstallation Bang Bang Baroque zusammengearbeitet, die Anfang 2024 in Canada Premiere haben wird. Die Performance ist Teil der Reihe itinerant interludes kuratiert von Laurie Schwartz und ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der initiative neue musik (INM) Berlin.
Die Ausstellung ist kuratiert von Susanne Prinz.
–
Eng.: Emma Waltraud Howesmoves between movement and form, from time-based performance installations to soft sculptures and sound experiments. Howe’s transdisciplinary works develop within the framework of a conceptual art practice. Informed by dance, martial arts, performance theory and visual art, she focuses her attention on gestural observations and speculative scores.
Her work is guided by the observation of gesture, with a focus on speculative scores – compositions that represent a stage in the evolution of concept and intention to representation and effect. In her practice, her dance scripts – graphic systems for the performers of her pieces – are of an extraordinarily precise aesthetic. Drawing on her graphic systems, Howes creates space for concentrated encounters or ’serious play‘; a process that engages embodied experience and leads to the creation of ‚hyper-glitch‘ operas such as ‚Cadavre Exquis‘ – chimeras that celebrate comprehensive failure and encourage alternative perspectives.
In the exhibition „Manageable Matter“ Howes presents a seriesof glass sculptures and speculative graphic scores. Gravity and grace are explored through different sculptural variations of glass artichoke hearts. Combined with metal and wooden elements, some of these forms are encased in club-like trunks that transform from medieval clubs into drumsticks, branching and ramifying to become elongated driftwood sticks. The ‘oracle decanters’ are grouped together in the dark, while visual instruments practise multidirectional gaze variations. These prostheses are used as performative objects for a series of interventions on the theme of ‘Optimistic Incrementalism’ – ‘incrementalism’ refers to a strategy of action characterised by trial and failure, expansion and improvement, to address the way in which we are inexorably bound to the past.
Opera singer and performer Kinga Ötvöswill perform on the occasion of the opening of Howes‘ solo show. Ötvös has previously collaborated with Howes on the 3-channel film installation Bang Bang Baroque, which will premiere in Canada in early 2024. The performance is part of the series itinerant interludes curated by Laurie Schwartz and made possible with the kind support of the initiative neue musik (INM) Berlin.
Eine Installation im Foyer des L40 und darüber hinaus / An installation in the foyer of L40 and beyond
Zu sehen | On view: 24.11.23 – 2.3.24
Öffnungszeiten | opening times: Wochentags während regulärer Bürozeiten + Sa 14-18 h | Weekdays during regular office hours + Sat 14-18 h
Die Arbeit des östereichisch-amerikanischen Künstlers Florian Raditsch verbindet in einmaliger Art Volkskunst und außereuropäische Traditionen mit der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts. In verschiedene Techniken und Medien verschmilzt er seine Quellen in einem neuen aktuellen Kosmos, den ein sensibles Bewusstsein für die Natur durchdringt. Raditsch wuchs in der Sierra Nevada und im kalifonischen Hochland zwischen Farmern und Aussteigern aller Richtungen auf. Thematische Überschneidungen zwischen dieser Prägung und den Ideen der frühen Avantgarden sind zahlreich. In ihm spielen Ausdruckstanz, Spiritismus, das ES der Beatniks oder indigene Rituale genauso eine Rolle wie reale Feuersbrünste, deren explosive Energie und allegorische Präsenz in ihrem neuen Kontext mitten in Berlin eine zusätzliche Deutung erfahren. Denn die Stadt mit seinem Umland war ehemals ein Hotspot reformatorischer Ideen in allen Bereichen des Lebens von der Kunst, über Ernährung bis zur Pädagogik. Heute vergeht kein Sommer ohne Waldbrände und die Seen verschwinden vor unseren Augen.
Control Burn ist Florian Raditsch’ erste Ausstellung in Berlin. Sie ist Teil der mehrjährigen Reihe der Wall Works, kuratiert von Susanne Prinz.
–
The work of the Austrian-American artist Florian Raditsch uniquely combines folk art and non-European traditions with the modernism of the early 20th century. Using a variety of techniques and media, he fuses his sources into a new contemporary cosmos that is permeated by a sensitive awareness of nature. Raditsch grew up in the Sierra Nevada and in the Californian foothills among ranchers and eccentrics of all orientations. There are numerous thematic overlaps between this influence and the ideas of the early avant-gardes. Expressive dance, spiritualism, the IT of the beatniks and indigenous rituals play just as much a role in it as real fires, whose explosive energy and allegorical presence are given an additional interpretation in their new context in the centre of Berlin. The city and its surroundings were once a hotspot of reformatory ideas in all areas of life, from art and nutrition to education. Today, not a summer goes by without forest fires and the lakes are disappearing before our eyes.
Control Burn is Florian Raditsch’s first exhibition in Berlin. It is part of the ongoing series of wall works curated by Susane Prinz.
2022
C-Print, Bildgröße 18×33 cm, Blattgröße 30×40 cm
10+2AP
Preis mit Rahmen 370 € , – ohne 360 €, Mitgliederpreis mit Rahmen 370 €, – ohne 310 € | Price with frame 370 € / without 360 €, price for members, with frame 370 €, without 310 €