Veranstaltungen 

Manuel Pelmuş, An Abstraction that Dictates Reality (after Geta Bratescu)
Fortlaufende Aktion
Eine Produktion von ASSEMBLE

Dauer: 1.-4. November, je von 17h-19h
Besucher*innen sind dazu eingeladen, den Raum während der Öffnungszeiten zu jedem Zeitpunkt zu betreten und zu verlassen.

Rosa Luxemburg, Herbarium, copyright: Karl Dietz Verlag, Berlin GmbH

ASSEMBLE freut sich, als letzte Produktion der ersten Spielzeit 2018 die neue performative Arbeit von Manuel Pelmuş in Kollaboration mit dem L40-Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz zeigen zu dürfen. Manuel Pelmuş präsentiert eine viertägige Live-Ausstellung, die die Bilder und Ideen zweier Revolutionärinnen zum Ausgangspunkt nimmt, die beide in ihrem eigenen Arbeitsfeld in Berlin vor 100 Jahren wirkten: Rosa Luxemburg und Mary Wigman. Pelmuş Arbeit funktioniert nicht als Re-Enactement oder als Setzen eines Denkmals für die beiden historischen Figuren, stattdessen interessiert er sich für die Verbindung zwischen ihnen als revolutionäre Frauen. Darin macht er Elemente ihres Lebens und ihrer Arbeit als „ready-mades“ für zeitgenössische Lesarten wirksam. Die Ausstellung arbeitet mit einer Vielzahl an Bildern, die den Körper als Austragungsort von Widerstand und Handlungsfähigkeit betrachten, und verkörpert die politische Idee, dass die Handlung eines einzelnen immer in Wechselwirkung mit den Handlungen und Produktionen anderer steht, selbst wenn sie nicht den selben Raum und die selbe Gegenwart teilen.

Im Kunstverein wird eine neue fortlaufende Aktion für eine einzelne Tänzerin kontinuierlich für zwei Stunden jeden Tag performed, synchron zu der Aktion einer weiteren Tänzerin in Bukarest. Obwohl zwischen den beiden Handlungen keine sichtbare Verbindung besteht, verbindet das Wissen über das geteilte Wissen die Zuschauer der beiden Städte miteinander. Die Aktion ruft Mary Wigmans „Hexentanz“ oder „witch-dance“ wieder ins Leben, den sie 1914 in der Weimarer Republik entwickelte. Wigmans Hexentanz wird als revolutionäres Stück rezipiert, der die Konventionen klassischen Balletts durchbrach: der Großteil des Körpers ist bekleidet, der Tanz nutzt abrupte, ungraziöse Bewegungen, Reminiszenzen klandestiner, okkulter Bewegungsregister. Pelmuş arbeitet mit dieser Referenz der Tanzgeschichte und verlangsamt sie drastisch in der Bewegung. Seine Arbeit spielt mit den Narrativen des Fortschritts, die westliche Metropolen als (zu allen Zeiten) „ultimativ zeitgenössisch“ denkt, während der Rest der Welt stets „zu spät“ zu sein scheint, und alles daran setzt, zu beschleunigen. Pelmuş spielt mit dieser Dynamik durch ein tatsächliches, physisches Umsetzen der Verlangsamung im westlichen Kontext, so dass dem Osten inzwischen Zeit bleibt, aufzuholen.

Im zweiten Teil der Ausstellung arrangiert Pelmuş verschiedene Referenzen zu Rosa Luxemburgs Leben und Arbeit, unter anderem ihre private Sammlung getrockneter und gepresster Pflanzen, die sie in Isolation während ihrer Gefangenschaft schuf. Seine Recherche setzt den Fokus auf ihr philosophisches und wissenschaftliches Schreiben in ihren Briefen und dem „Herbarium“ – beides entstand in der Zeit ihrer Inhaftierung. Die Ausstellung schafft eine Verbindung zwischen Luxemburgs Sammlungen und den Bedingungen ihrer Genese: körperlich isoliert und trotzdem in Verbindung zu Anderen. Die historische Figur Rosa Luxemburgs wird in den Zusammenhang einer revolutionären Position der Tanzgeschichte gestellt, die parallel zu Beginn des 20. Jahrhunderts tätig waren. Im Gegensatz zu vielen anderen künstlerischen Sparten, sah der moderne Tanz bereits im damaligen Diskurs Frauen oft als Vorreiterinnen innovativer Praxis, die revolutionäre Tänze entwickelten, die maskuline Machtstrukturen konfrontierten und weibliche Perspektiven auf die modernistische Agenda eröffneten. Die persönlichen Geschichten der beiden Frauen stehen trotz der Parallelität in starkem Gegensatz zueinander: Luxemburg wurde für ihre revolutionären Aktivitäten umgebracht, während Wigman, obwohl sie durchaus durch das nationalsozialistische Regime kritisiert wurde, den zweiten Weltkrieg in Dresden überlebte und ihre Arbeit fortführen konnte.

Pelmuş bezieht eine weitere weibliche Perspektive mit ein: Geta Brătescu, die einflussreiche rumänische Künstlerin, die im September 2018 verstorben ist. Der Ort für die fortlaufende Aktion in Bukarest ist eine Ausstellung, die Brătescus Zeichnungen des Danube Deltas gewidmet ist und weibliche Arbeiterinnen der sozialistischen Zeit zeigt. Die fortlaufende Aktion wird zwar von den beiden Städten geteilt, nimmt allerdings eigene Bedeutungen im Kontext des jeweiligen geographischen und kulturellen Settings an.

Manuel Pelmuş lebt und arbeitet in Oslo and Bucharest. Zuletzt wurde seine Arbeit in einer Einzelausstellung im Para Site, Hong Kong, präsentiert. Weitere Projekte wurde unter anderem in der Tate Modern, Museum Ludwig Köln, (2016); Off-Biennale Budapest (2015 and 2017); Kyiv Biennale (2015); Centre Pompidou, Paris (2014); Van Abbemuseum, Eindhoven (2014); Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie/ Museum of Modern Art, Warsaw (2014) und der Venedig Biennale (2013) gezeigt.

Performerinnen: Maria Scaroni (Berlin), Elizabeth Ward (Bukarest)

ASSEMBLE wird gefördert von den Hauptstadtkulturfonds.
Das Projekt von Manuel Pelmuş wird zudem von dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin und Ivan Gallery unterstützt.

Ongoing action: November 1-4, 17h-19h each

Visitors are invited to come and leave the space as they wish during opening hours.

ASSEMBLE is proud to present a new live work by Manuel Pelmuş, in collaboration with the Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz. Pelmuş presents a 4-day, live exhibition that draws on the imagery and ideas of two revolutionaries, each in their own field, in Berlin of 100 years ago: Rosa Luxemburg and Mary Wigman. Pelmuş is not reenacting or memorializing either of them, instead he is interested in the connection between them as revolutionary women, and draws on elements of their life and work as available ‘ready-mades’ for contemporary meanings. The exhibition proposes many images of the single body as a site of resilience and agency, and embodies the political idea that when one acts alone, the act is always animated by the production of others, even if they do not share the same time or place.

In the Kunstverein, a new ongoing action for a single dancer is performed continuously for two hours each day, synched with a dancer in Bucharest. Although there is no visible link between the two, the knowledge of their shared movements connects audiences across the two cities. The action remediates Mary Wigman’s “Hexentanz”, or witch-dance, originally created in 1914 in the Weimar republic. It is considered a revolutionary piece, opposing the conventions of ballet by covering much of the dancer’s body and using abrupt, ungraceful movements reminiscent of occult interferences. Pelmuş takes this reference from dance history and slows it down drastically. His piece thus plays on the narrative of progress, which imagines Western capitals to be contemporary (at all times), while the rest of the world is always a little late, and constantly trying accelerate. Pelmuş plays with this dynamic by literally ‘slowing down’ history so that the east can ‘catch up’ with the times.

In the second part of the exhibition, Pelmuş arranges various references to Rosa Luxemburg, including her personal collection of pressed plants she created in isolation during her imprisonments. His research focused on the philosophical and scientific writings in her letters and “Herbarium” book. The exhibition forms a connection between Luxemburg’s collections and the condition of their making: physically isolated, and yet connected to others. The figure of Rosa Luxemburg is associated with a woman revolutionary from dance history, active in parallel in the early 20th century. Unlike other artistic disciplines, modern dance saw women at the forefront of innovation, producing revolutionary dances which complicated male power structures and introduced women’s perspectives into the modernist agenda. The two women’s personal stories, however, are starkly opposed: Luxemburg was killed for her revolutionary activities, while Wigman, although criticized by the Nazis, managed to wait out the 2nd world war in Dresden and then resume her work.

Pelmuş includes reference to one more woman: Geta Brătescu, the influential Romanian artist who passed away in September 2018. The location of the ongoing action in Bucharest is an exhibition dedicated to Brătescu’s drawings from the Danube Delta, depicting women workers in Socialist times. The ongoing action is thus shared across the cities, but takes on local meaning in each of its settings.

Manuel Pelmuş lives and works in Oslo and Bucharest. He has recently had a solo exhibition at Para Site, Hong Kong, and his projects have been shown at Tate Modern Museum, Museum Ludwig Köln, Cologne (2016); Off-Biennale Budapest (2015 and 2017); Kyiv Biennale (2015); Centre Pompidou, Paris (2014); Van Abbemuseum, Eindhoven (2014); Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie/ Museum of Modern Art, Warsaw (2014) and Venice Biennale (2013), amongst others.

Performers: Maria Scaroni (Berlin), Elizabeth Ward (Bucharest)

ASSEMBLE is supported by the Capital Cultural Fund, Berlin.

Further support for Manuel Pelmus’ project is provided by the Romanian Cultural Institute Berlin and Ivan Gallery.

Riccardo Previdi, What next?
Øystein Aasan, never ending memory

24.3.2018 18-21 h

Popup Installation mit Katalogvorstellung

Riccardo Previdi, What next?

What Next?, though expressed as a question, in the practice and approach of Riccardo Previdi becomes an “epoché,“ a suspension of judgment about the future, starting with the complexity of the present. In 1968 Mario Merz made a series of works containing the words “Che fare?” (“What is to be done?”). Leaving political readings aside, this work is first and foremost a question that the artist addressed both to himself and to his artistic practice at a particular time of the twentieth century.
 More than forty years later, Riccardo Previdi adopts Mario Merz’s approach to investigate today’s relationship with the present and the near future.
The catalogue What Next? is characterized by questions, tests, temporal scores and abstract images that coalesce around three groups of works.
 The first begins with a reaction on contemporary global landscapes characterized by complex political, economic and social dynamics. The second is an invitation extended to the artist to confront himself with technology used in today’s scientific research. The third has a performative element and mainly refers to the artist’s body. What Next? remains an open question in all three scenarios
 that narrates the crossing of a border, may it be physical or mental.

Øystein Aasan, never ending memory

For many years now the Norwegian artist Øystein Aasan has investigated the ideas and visions of modernism. While the subjects of his collages, paintings and books may vary according to the different themes he researches, his exhibition formats are closely related to one of the fundamental developments of modern art: The success of the white cube and its putative neutrality. Associating himself as a modernist, he has systematically pursued the question of how exhibition design within this white cube affects the meaning and reception of the images and books on display.

Never ending memory is the first publication in a series of three focusing on the overall praxis of Øystein Aasan. To be published are Never ending words, and Never ending works.


Salon

Freitag, 24. Februar 2017, 20 h

mit Vorträgen von
Mirjam Thomann
She Was Born With an Attraction to Space
Sebastian Fitzner
Grund – Riss – Raum. Vom Schneewunder bis zu Dogville

und Beiträgen von und zu Tina Girouard, Annette Hans, Lucy Hillebrand, Julia Horstmann, Andrea Pichl u.a.

 

thelongwayhome

SVEN JOHNE  – THE LONG WAY HOME  (HD video /10:19 min / 2016)


Premiere / Sat. 10 Dec 2016 / 7–10 PM


„The severed head of a man. He told me to take the long way home after work. Drive another round to relax.
Or, if that didn’t work, here, have an Ambien. It’s good stuff, he said, you’ll sleep like a baby, he said.
Or try singing yourself a lullaby.“

(Sven Johne / The Long Way Home / HD video / 10:19 min / 2016, still)

Mit freundlicher Unterstützung der fluentum Collection, Berlin 2016 / Kindly supported by the fluentum Collection, Berlin 2016

TLC – Touch Love Cooking mit/with
Thomas Chapman & Lena Marie Emrich

Eröffnung: 25.11.2016 19h
TLC – Touch Love Cooking mit/with Thomas Chapman & Lena Marie Emrich
Dauer: 25.11.–4.12.2016

Performances mit/with Julez & Julez:
25.11.2016 20h und/and 4.12.2016 17 h

Ori Jauch, Happiness Cluster

( HD video / 15:51 min / 2016 )
Premiere / Sat. 27 Okt 2016 / 7 PM

 

Kuratiert von Nina Mielcarczyk
Text Luzie Sieckenius

Poetics of Space​
mit/with Camille Bondu​t​, Linus Dutz, Stephan Dill, Josephine Hans, Marie Havel,
Florent Masant​e​, Marilina Prigent, Lea St., Qi Wang

Präsentation / presentation: 15.07.2016 19h

Poetics of Space ist das gemeinsame Projekt von neun jungen KünstlerInnen aus Frankreich und Deutschland. Ausgehend von Gaston Bachelards titelgebenden Werk und seinen Ideen von poetischer anstelle entfesselter Vorstellungskraft, vom Überschreitung der Wirklichkeit aus dem Staunen über die Welt, nicht aus dem Willen zur Weltbemächtigung, wenden sie seine Methode der Raumerfassung – Phänomenologie als Architekturanalyse – auf die Konzeption ihrer Ausstellung an.

Am 15.7.2016 ab 19 Uhr laden wir zur Präsentation in unsere Räume im 2. Stock des L40. Die Idee zu Poetics of Space entstand im Rahmen eines Gedankenaustausches zwischen Valerie Favre von der UDK Berlin, Nadia Lichtig von der ESBA in Montpellier und Susanne Prinz, Kuratorin des Kunstvereins am Rosa-Luxemburg-Platz. Das Projekt wurde finanziell unterstützt von ESBA.

#160116

Life-event mit/with Jurgen Ostarhild:
16.01.2016 19 – 22h

Installation: 16.01.-17.01.2016 19 – 19h

#160116 von Jurgen Ostarhild ist ein 24-Stunden-Auszug aus seinem laufenden Projekt SECONDS MACHINE (hashtag poems). Das auf dem heute bereits historischen Farbsystem von 216 webbasierten Farben beruhende Programm ordnet jeder Sekunde eine leichte Farbverschiebung im RGB-Farbraum zu. 16.777.216 darstellbare Farben übertragen in ebenso viele Sekunden resultieren in ca. 194 möglichen farbigen Tagen. Das Programm beginnt jedes Jahr am 1. Januar mit einer etwas anderen visuellen Manifestation. Einmal gestartet ist die Reihenfolge der Farben unabänderlich.

#160116 spielt mit der Beziehung zwischen den Farben und ihren 6-stelligen Hex-Codes, erstere erzeugen Atmosphäre, letztere faszinierende konzeptuelle Zeichnungen. Für die Dauer der Installation werden die Räume des L40 in farbiges Licht getaucht sein, wodurch im Innern eine lounge-artige Raumwirkung entsteht während von außen ein spektakulärer Leuchtturmeffekt erzielt wird. Die Präsentation wird von 216 auf Hex-Codes basierenden Zeichnungen begleitet.

#160116 ist Teil von Vorspiel – der neuen Auftaktreihe der Transmediale 2016.
Eine kurze Variante wird bei der Eröffnung von Vorspiel im ACUD am 15. Januar 2016 gezeigt.

Nadia Lichtig
Gossip as Testimony


Performance: 10.12.2015, 20h

Nadia Lichtig will converse with authors from her growing archive of voices. The vocal performance – at once concert, lecture and dialog – loops, superimposes and combines a variety of feminist texts in a radical subjectiv way, relating in a non linear way traditional sources of knowledge to vernacular forms of expression. Drawings from the artist – in fact notations for the performance – will be shown simultaneously.

bergen

Performative Lesung für 12 Stimmen von Daniela Keiser innerhalb der Installation „Wechselstuben“ von Michael Beutler auf dem Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

Freitag, 25. September 2015 um 19 Uhr (bis ca. 20 Uhr),
Ecke Almstadtstrasse/Rosa-Luxemburg-Strasse, Berlin

Autorin: Nadine Olonetzky
Künstlerin: Daniela Keiser
Lesende: Urs Aeschbach, Verena Busche, Tom Gräbe, Nike Hinsberg, Judith Kuckart, Maren Lübke-Tidow, Yves Mettler, Andine Müller, Natalie Prinz, Christine Rüb, Vito Sack, Miriam Wiesel

Are You There?

28.03.2015, 15.00 Uhr—open end
ab 23 Uhr After–Show–Party

 
Ein Ausstellungsprojekt des interdisziplinären Studienprogramms »Vielfalt der Wissensformen« der Humboldt-Universität zu Berlin.
 
Gebunden an das Wissensobjekt »Zeit« des interdisziplinären Studienprogramms »Vielfalt der Wissensformen« der Humboldt-Universität zu Berlin ist unter der Leitung von Prof. Dr. Alexandra von Stosch das von Teresa Minn und Chu Thi Hong Phúc kuratierte Ausstellungsprojekt Are You There? entstanden, das am Samstag, den 28. März 2015 ab 15 Uhr im »L40 – Verein zur Förderung von Kunst und Kultur« am Rosa-Luxemburg-Platz stattfindet.
 

Blaue Hefte – Rosa Welt

Lesung Musik Performance
21.03.2015, 20h

 
Am 21.03.15 — dem Tag der Poesie — haben die ersten sieben Hefte aus der Reihe Texte zur Welt: Wie sie ist und wie sie sein sollte im L40 Premiere. Untermauert von Beiträgen der beteiligten KünstlerInnen zeigen die blauen Hefte aus dem hohen Norden aktuell die Gültigkeit des alten Versatzstücks bürgerlicher Bildung: UT PICTURA POESIS.
 
On March 21st 2015 – the day of poetry – the first seven booklets from the series Texte zur Welt: What it is and how it should be will be launched at L40. Underpinned by contributions from the participating artists the blue booklets from up-north demonstate the prevailing validity of the half forgotten ancient statement: UT PICTURA POESIS.
 

bis gleich, bis gleich

14 Handlungen 07.03.2015, 21:00 Uhr, 14 actions
Besprechung 08.03.2015, 15:00 Uhr, review

 
Zwanzig+ junge Künstler präsentieren im Kunstverein am Rosa- Luxemburg-Platz eine Reihe aufeinander folgender Situationen. Von Christian Philipp Müller sorgfältig choreographiert, finden die Aktionen innerhalb eines eng gesteckten Zeitrahmens von knapp 70min in und um das L40 herum statt. Beginn um 21.00 o.t. Keine Wiederholung.
 
Once only twenty+ young artists present a series of consecutive situations at the Kunstverein at Rosa-Luxemburg-Platz. Carefully choreographed by Christian Philipp Müller actions take place in and around its walls within a tight timeframe. Starts at 9pm sharp.
 

NEW BOOKS — INSPIRING BOOKS

10.10.2014, 18:00h
Buchpräsentation / performatives Rahmenprogramm mit Florian Dombois, Olaf Habelmann, Lise Harlev, annette hollywood, Moira Zoitl
 
NEW BOOKS — INSPIRING BOOKS stellt aktuelle Neuerscheinungen von Künstler_innen vor. Darunter finden sich Künstler_innenbücher, Übersichtskataloge oder Bücher die sich einem konkreten Thema widmen. Zusätzlich zu den neuen Publikationen zeigen die beteiligten Künstler_innen Arbeitsbeispiele die auf einzelne Projekte im Buch verweisen. Ausgewählte Ausschnitte der künstlerischen Produktion werden neben Büchern oder Artefakten die eine Arbeit inspiriert haben präsentiert.
 

Tegel: Speculations and Propositions

05.04.2014, 19 Uhr
Präsentation Buch & DVD

 
Wie kann Stadt zukünftig aussehen? Welche Potenziale bietet sie in Hinblick auf neue Formen sozialer Organisation und Mobilität? Welche Rolle kann Kunst dabei spielen? Diesen und anderen Fragen widmen sich die Publikation und DVD Tegel: Speculations and Propositions. In seiner ursprünglichen Form als Kurzfilmprojekt, wurde es erstmalig am 2. Juni 2012 (dem ersten offiziellen Schließungsdatum Flughafens Berlin Tegel) im Babylon Kino Mitte vorgestellt. Die Publikation versammelt acht Essays, ein Interview mit dem Architekt Meinhard von Gerkan, Zeichnungen des originalen Entwurfs vom Flughafen Berlin Tegel. Die DVD enthält eine kuratierte Version des Filmprojekts.
 

Jan St. Werner and Infinite Greyscale,
Split Animal Sculpture

Record Release: 08.03.2014, 20:30 Uhr / 8:30pm
 
L40 is proud to host an evening with books and records by Berlin based music label Infinite Greyscale. At the occasion the label’s newest release Animal Split Sculpture by Jan St. Werner of famed music pioneers Mouse on Mars will be launched.
 

A House of One´s Own

L40 lädt zur Uraufführung des Films von Susanne Bürner
Premiere: 28.11.2013, 19:30 Uhr. Danach halbstündlich
01.12.2013 von 17—20 Uhr Hausfilme

 
Ihr neuestes Projekt widmet sich dem modernistischen Privathaus von Bohdan Lachert im großbürgerlichen Warschauer Wohnbezirk Saska Kepa, das dieser zusammen mit seinem Companion Josef Szanajca in dem bei Künstlern beliebten Viertel errichtet hat.
 

Borena Boddin,
Auftrieb

20.—22.09.2013, 14—18 Uhr
Buchpräsentation 21.09.2013, 14 Uhr

»Der fahle Schatten seines Drachens wirbelte schwankend. Ziellos wanderte er über seinen offenen Rucksack und dessen im Sand achtlos verstreuten Inhalt. Der Schatten legte sich auf die zusammengeklappten Liegestühle und strich über die abgebauten, am Boden liegenden Schirme. Jedes Mal veränderte er dabei seine Form und verbündete sich mit den Schatten der anderen Gegenstände.« (BB)
 

Daniel Knorr,
Künstlerbuch Berlin

20.—22.09.2013, 14—18 Uhr
Buchpräsentation 21.09.2013, 14 Uhr
Finissage : 08.06.2013, 19.00 h

 
Daniel Knorrs Berlinbuch ist das zehnte einer potenziell globalen Enzyklopädie von Künstlerbüchern, die im Jahr 2007 in Rumänien begonnen hat. Dafür hat er wertlose Objekte im öffentlichen Raum gesammelt, diese zwischen die Seiten des Buches gelegt und mit extrem hohen Druck zu flachen Lesezeichen gepresst. Zwischen den Seiten entstand so ein Materialporträt eines bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Das vorliegende Berlinbuch ist eines der ersten Stadtbücher. Es wurde in Kollaboration mit dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz e.V. produziert und entstand simultan zu den Ausgaben für Istanbul und Los Angeles. Produktion und Entwicklung des Buchs können auf einer beiliegenden DVD verfolgt werden.
 

Ella Ziegler,
Alles in Ordnung

Buchpräsentation 24.02.2013, 17 Uhr
Eingeladen von Susanne Prinz
Gäste: Gernot Wieland – Performance Lecture, Lena Ziese – Verknotung
Endlich ALLES IN ORDNUNG!
 
Ella Ziegler ordnet und sortiert in dem umfangreichen Nachschlagewerk ALLES IN ORDNUNG Ella Ziegler A-Z ihre künstlerischen Arbeiten gemäß der modernen enzyklopädischen Ordnungsstruktur, dem Alphabet. Im Sinne eines studium generale beobachtet, dokumentiert, untersucht und beschreibt die Künstlerin Alltagsphänomene und interagiert mit und in ihrer unmittelbaren Umgebung. Neben kontextbezogenen Interventionen, Aktionsdokumenten, Texten und Recherchen werden erstmals Fundstücke und Fotografien, die ihr künstlerisches Arbeiten seit Jahren begleiten veröffentlicht. Die Künstlerin macht in der Form einer subjektiven Enzyklopädie ihre persönliche Art und Weise, die Welt zu sehen und zu verstehen, nachvollziehbar.
 

This is the End of Books

01.02.2013, 8pm
 
Artist Emilio Chapela (MX), antiquarian Antonio Martín del Campo (ES) and the writer-blogger Purio (D) invite the audience to share their personal points of view, their concerns and more optimistic ideas about the future of books in digital times. You are invited to participate in an open discussion about books which never were, no longer are, and never will be: imagined books, proposed, not finished, never thought, buried, not edited, absent, hidden, casted away, gone, removed, forgotten, misplaced, missed, adrift, obscured, censored, invisible, vanished, burned, drowned, pulverized, irrecoverable books; wooden books. The talk is moderated by Susanne Prinz
 

Schmidttakahashi,
Showroom

16.—19.01.2013, 10—18 Uhr
Collection 105, Fall-Winter 2013/2014
 

One Day Berlin

28.10.2012, 19:00 Uhr im L40 / 7pm at L40
Second change: 30.10.2012 um / at 19:00 / 7pm

Vorpremiere / preview ONE DAY BERLIN
Geschrieben und gefilmt von / written and directed by Nicolas Dusollier
Film 20min., color, DVD version
 

\\\ TEGEL /// FLIGHTS OF FANCY

02.06.2012, 18:30—23:30 Uhr
Kino Babylon (Saal 2+3)

 
\\\ TEGEL /// FLIGHTS OF FANCY is a video programme that responds to the planned closure of Berlin’s Tegel Airport. The project is organised by Jaspar Joseph-Lester, Susanne Prinz and Julie Westerman and builds on a series of events, exhibitions and publications that have been realised through crosscultural collaboration between artists based in the UK and Germany. The event will be hosted by Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa- Luxemburg-Platz and screened at the Kino Babylon on Saturday 2 June at 6:30–11:30 p.m.
 

Olga Lewicka,
Cloud studies — mapping a prospective all–embracing structure #2

23.03.—31.03.2012
Eröffnung 22.03.2012, 20:00 Uhr

Kuratiert von Susanne Prinz

Woher kommt die Lust alles zu überschauen, zu überragen und in Gänze aufzufassen? Fraglos handelt es sich um einen der maßlosesten aller menschlichen Ansprüche. Außerhalb religiöser Glaubensgemeinschaften ist es ohnehin eine umstrittene Frage, ob es so etwas wie ‚all-umfassend’ wirklich gibt. Trotzdem – vielleicht gerade deshalb – beschäftigt sich die junge polnische Künstlerin Olga Lewicka in ihrer aktuellen Reihe szenischer Collagen mit dem historischen Bedürfnis nach der visuellen Bemächtigung der Welt mittels Panoramen, Himmelsabbildungen und extremer Landschaftsaufsichtigen.

Wendy White & Henning Strassburger,
So Athletic

26.01.2012, 20—24 Uhr
Live Performances:
Cool Ranjid (Berlin Teens go crazy)
Golden Ears (Wind Music Entertainment by Tobias Haussig)
Henning Strassburger (including the new Schlager Video release)
Tobi H. (Turntables)
 

Alexandra Hopf mit Christoph Bach,
IM LIMBUS, wo sonst

13.12.2011, ab 19:30
Lesung 20:30 Uhr

Kuratiert von Susanne Prinz
 
(…) An einer Strassenecke sah er ein Plakat mit einer Ankündigung, wofür war nicht genau ersichtlich. Ein Parteitreffen, ein Schaukampf, eine Handlesung, alles würde ihn interessieren, und so notierte er sich die Adresse und das Datum. Die Ereignisse fanden zeitgleich statt, jedoch an unterschiedlichen Orten. Er sah noch andere Plakate, die gross und glänzend und auf merkwürdig dünnem Papier gedruckt waren. Sie waren fragil, eine stärkere Böe hätte sie fortgerissen. (…)
 

Alesso delli Castelli / James Krone / Maxwell Simmer,
Anteriors

18.11.2011, 18—21 Uhr
Curated by Marc LeBlanc, hosted by Susanne Prinz
 
The Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz e.V. is proud to present Anteriors, an evening of performance, poetry and music from artists Alessio delli Castelli, James Krone, and Maxwell Simmer. Performed consecutively, the evening will begin with delli Castelli playing his EP album Time Passes (2007). James Krone will then present his first performance work Illegible Deposit (2011). And finally, Maxwell Simmer will read selections from his newest suite of poems, Love And Guts (2011). The reception will be from 6 to 9 Pm, performances will begin at 7:30 PM.
 

Im Himmel, unter der Erde

Ein Film von Britta Wauer
25.10.2011 im Babylon Mitte, 20 Uhr

 
Panorama-Publikumspreis „Bester Dokumentarfilm“ Berlinale 2011
www.imhimmelunterdererde.de
 

Lucas Lenglet,
Territoriality or a birdcage for Rosa-Luxemburg-Platz

29.01.2011
 
2007 hat Lucas Lenglet an der Ecke Almstadt-/Rosa-Luxemburg-Strasse für einige Monate einen Vogelkäfig voller Singvögel aufgestellt. Es ist geplant, die rote Voliere – so der Titel der Arbeit – fest am Platz zu installieren. Dies war der Anlass bei Vogelfutter und Getränken über die inhaltlichen Implikationen und Bezüge des Werks gemeinsam nachzudenken. Da diese vielschichtig sind und vom Gebiet der Ornithologie bis zur europäischen Migrationspolitik reichen, helfen uns dabei geladene Gäste, die sich mit Vögeln, Menschen, Gesetzen und Texten auskennen.
 

void and its value in art and life

18.02.2011
Podium und Performanceabend zur Bedeutung der Lücke in der Kunst und im Leben – in Kooperation mit Stedefreund e.V.
 

Ariel Reichman,
3 seconds inhale — 7 seconds exhale

2011
Kuratiert von Susanne Prinz
 
Die Zeit in unterschiedlichster Wahrnehmung und unser Einfluß auf sie war das prägende Thema des letzten Dinners, das im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe der Gastfreundschaft stattfand. In 3 sec Einatmen, 7 sec Ausatmen konfrontiert der junge israelische Künstler Ariel Reichmann die Gäste mit einer scheinbar chaotischen Lichtregie für Nachtlichter, die von einem pfeifenden Wasserkessel kontrolliert wird. Dies tut er nicht, ohne vorher die Fähigkeit zu vermitteln, durch regelmäßig getaktete Atemübungen etwaige Panikattaken berherrschen zu können. Die Gäste, so in die Lage versetzt, dem fremden Rhythmus einen eigenen entgegenzusetzen, können von nun an die Reflexe des archaischen Notfallprogramms, Flucht, Kampf oder Starre (flight, fight, or freeze) durch die Konzentration auf den eigenen Körper im Moment stets unterlaufen. Kulinarisch begleitet wird diese Reflexion über fremd- und eigenbestimmte Zeit, von חמין. Tscholent, Schalet oder Chamin wurde vom Künstler als das wohl entschleunigste Essen der jiddischen Küche ausgewählt. Traditionell wird es am Freitag vor Sabbatbeginn zum Kochen gebracht, um dann auf niedriger Hitze bis zum Samstag Mittag selbstständig zu garen. Hier treffen sich Reichmanns meist heiter und verspielten Installationen und Skulpturen mit der schrägen Logik jüdisch orthodoxer Maschinenabhängigkeit.
 

SKULPI

17.11.2010
SKULPI Ausgabe I
 
SKULPI ist eine jährliche Ausgabe zum Thema Skulptur und zu Fragen der Übersetzung von Skulptur in andere Medien. Es geht um Formen des Modells, Experimente, Zauberei, Stimmproduktion, Handlungsplastiken, Museumsbesuche, Dörfer sowie Marzipan, Brot und Schmalz.
 

Caro Suerkemper,
Carokoko

07.09.2010

Die Berliner Künstlerin ist bekannt für ihre Keramiken und Gouachen, in denen Frauenfiguren in provokant lustvollen Szenarien dargestellt sind, die einen unwirllkürlich an die Kunst der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts denken lassen. Beide Medien werden häufig des oberflächlich Dekorativen bezichtigt. Ein Vorwurf, den Caro Suerkemper mit ihren skurrilen Motiven und Überzeichnungen erfolgreich konterkariert. Dabei nimmt die Komik den Arbeiten keineswegs ihre konfrontative Energie, sondern erhöht ihr Irritationspotential.

Sunday

02.05.2010
Organisiert von Tulips & Roses aus Vilnius und Croy Nielsen aus Berlin.
 

A Space of Translation

16.04.2010
 
Im Sommer 2008 besuchte Ines Lechleitner im Rahmen eines multidisziplinären Workshops. ‘Instances of Translation’ die Iranische Hauptstadt Teheran . Zwei Tage lang wurde in Form von Vorträgen, Präsentationen und Performances, gemeinsam mit iranischen KollegInnen über die verschiedenen Facetten von Übersetzung nachgedacht. Den Workshop und den Aufenthalt in Teheran nahm Lechleitner als Ausgangspunkt für eine Radiokomposition über den Alltag in der iranischen Megalopolis. Darin arbeitet die Künstlerin unterschiedliche soziale und architektonische Räume mit Ihren spezifischen Stimmungen und Begegnungen heraus. Aufgenommen wurde im Laleh Park, am Schrein des Imam Khomeini, in Restaurants und Taxis und im Basar. Bruchstücke von Konversationen in vertrauter Sprache (Englisch und Französisch) unterbrechen die eher abstrakten Sequenzen und beziehen sich auf die aktuelle Situation und Geschichte des Irans oder liefern erklärende Hinweise auf eben Gehörtes. Musik und Gesänge, sowohl live als auch aus dem Radio, bilden einen wichtigen Teil der Raumakustik.
 
Das Projekt entstand mit Unterstützung von Pages Magazine und Jan van Eyck Academie
 

Vittorio Santoro,
Visionaries & Voyeurs II

2009
Invited by Susanne Prinz