Woo Chang Won ‚Sil(h)ence‘

Opening: October 8, 2021, 5—9 PM

9.10.-29.10.2021

With this exhibition, hosted by the Kunstverein, continues the loose series of presentations of artistic positions from Korea begun in 2019.

Bilder von/images  by Markus Rack / marcusrack.com

Das Projekt wird von der Alexander Tutsek – Stiftung gefördert

Der Ausstellungstitel „Sil(h)ence“ verbindet die Begriffe „silence“ (Stille) und „hence“ (daher). Er suggeriert Stille als Ausgangspunkt des künstlerischen Prozesses, als Moment der Meditation und Selbstbesinnung. Stille wird als Reaktion des Publikums angestrebt, um eine meditative Herangehensweise anzustoßen – als ein in der Zeit festgehaltener Moment, als Spiegel einer tieferen Wahrnehmung. Dieser Moment der Selbstbeobachtung und Besinnung, der als in der Zeit schwebend und meditativ empfunden wird, nimmt durch die fotografischen Arbeiten Gestalt an als Blick nach innen; er führt das Werk des koreanischen Fotografen Chang-Won durch ein immersives Erlebnis ein und verändert die Art und Weise, wie der Betrachter in das Werk „eintreten“ kann, indem er sich darin widergespiegelt sieht. Durch das Wort „hence“ offenbart der Titel die Konsequenz dieses Moments der Erinnerung als weitere Entwicklung: einen kreativen Akt, der auf einer tieferen Selbstreflexion beruht – wörtlich und dynamisch. Die Werke haben die Masken zum Thema, die der Künstler in seinem Atelier aus Keramik gefertigt und später fotografiert hat. Die Masken erscheinen als schwebende Objekte, die das Gefühl der Meditation und Selbstbeobachtung widerspiegeln: Sie spiegeln den Betrachter wider.

In den Werken von Woo Chang-Won ist der Akt des Augenverschließens, des Still- und Schweigens eine Geste in Richtung „Leere“ (공/KONG), die eine Bewegung nach innen auslöst, hin zu einem tieferen Verständnis. In diesem Sinne zielt der Künstler darauf ab, einen Raum zu schaffen, in dem man durch die Leere wieder eine Verbindung zu sich selbst herstellt und sich selbst wahrnimmt, indem man einfach vor den Werken innehält.

Das Schweigen steht im Zusammenhang mit der Praxis des „Wall-Gazing“, einer der bekanntesten südostasiatischen Meditationsmethoden, bei der man durch das Meditieren und das Beobachten der Abwesenheit des Selbst in die Lage versetzt wird, die eigene innere Welt zu erkunden und so zu einer tieferen Wahrnehmung des Selbst, der Umgebung und nun auch der ausgestellten Werke zu gelangen.

Es ist eine stille Ausstellung…

Diese Ausstellung wurde von Chiara Valci Mazzara kuratiert und von Hyein Park co-kuratiert.