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  • Fette Sans, La Reprise (Dérive), 2020-ongoing

    Fette Sans, La Reprise (Dérive), 2020-ongoing

    La Reprise (Dérive) ist eine Übung in Kontinuität und Verzerrung. Dieser experimentelle Film begann am 21. Juni 2020. Am 29. Mai 2026 wird er 310 Minuten/Wochen lang sein. Jede Woche entsteht eine weitere Minute, indem in derselben Woche aufgenommenes Material mit Archivaufnahmen aus den vergangenen Jahren kombiniert wird. Bild und Ton werden konsequent mit demselben Gerät aufgenommen (einem iPhone). Der Film mag verzerrt sein, doch bleibt stets die Annahme bestehen, dass etwas existiert oder existiert hat, das aufgezeichnet wurde. Die Sequenzen sind weder wahr noch falsch; sie verbinden unterschiedliche Grade von Theatralität und Authentizität. Die Erzählung ist von der Summe ihrer Teile entkoppelt und entfaltet sich entlang von Erfolgen und Scheitern. In diesem Sinne befindet sich der Film in einem konstanten Zustand des Fertigseins, anstatt endlos unfertig zu bleiben. Während seine Länge kontinuierlich wächst, ist sie zugleich immer schon seine endgültige Dauer. Dieses Werk soll bis zu meinem Tod fortgeführt werden.

    Fette Sans ist eine Konzeptkünstlerin, deren Filme, Performances, Texte und Installationen untersuchen, wie Realität und Begehren durch Bilder vermittelt werden – insbesondere durch Screens. Wie sehen die Rückstände eines Bildes aus? Was konstituiert eine Erinnerung?

    In ihrer Praxis erforscht sie Fragen des Seins und Zugehörens, die Beziehungen zwischen Arbeit, Geschlecht und Bild sowie die Entwicklung dieser Begriffe im Kapitalismus.

    ENG: La Reprise (Dérive) is an exercise in continuity and distortion. This experimental film began on June 21, 2020. On May 29, 2026, it will be 310 min / weeks long. Every week, a subsequent minute is produced by combining scenes shot that week with archival material from the past years. Footage and sound are consistently recorded with the same single device (an iPhone). The film may distort, but there is always a presumption that something exists, or did exist, which is what was recorded. The sequences are neither true nor false, they integrate various degrees of theatricality and authenticity. The narrative is disconnected from the sum of its parts and elaborates on successes and failures. In this regard, the film is in a constant state of being finished, rather than interminably in progress. While its length progressively evolves, it also always is its final duration. This work is meant to continue until my death.

    Fette Sans is a conceptual artist whose films, performances, writings, and installations explore how reality and desire are mediated by images, particularly via screens—what do the residues of an image look like? What constitutes a memory?
    With her practice, she explores the condition of being and belonging, the relationships between labor, gender, and the image, and the evolution of these notions under capitalism.