Haleh Redjaian Wall Work #38

Eröffnung / Opening: 21. März 2024, 19h

Installationsdauer / Installation duration: 22.3. – 23.6.2024

Öffnungszeiten / Opening hours: Mo – Sa zu Bürozeiten / Mon – Sat during office hours und Vereinbarung / and by appointment

Haleh Redjaian ist eine Künstlerin von bemerkenswerter Vielseitigkeit. Basierend auf der Zeichnung arbeitet sie in zahlreichen Medien von Textilien bis hin zu Wand- und Rauminstallationen. Dabei offenbaren ihre abstrakten Werke und komplexen Ordnungssysteme eine tiefe Verwurzelung in rationalen Linien und Formen, die durch fortwährende Experimente stets neue Strukturen und Geometrien hervorbringen.

Eine besondere Rolle spielen Redjaians ortsspezifische Installationen, in denen der Raum selbst zur Hauptfigur wird, der durch die Installationen eine neue Identität erhält. Die flexible Anpassung an die gegebene Fläche ist dabei für Redjaian unerlässlich.

Auch Wall Work # 38 – neu konzipiert für das Foyer des Kunstvereins – zeugt mit seinem scheinbar endlosen Reihen hauchfeiner, von Hand gefertigter Elemente vom scharfen Fokus der Künstlerin auf Detailarbeit. Durch das Einbringen von zufälligen Unregelmäßigkeiten in ihre Muster und Ordnungssysteme entsteht dabei ein subtiles Bild latenten Zerfalls, das mit den Konzepten von Ordnung und Chaos, Wiederholung und Fragmentierung spielt und den Betrachter zwingt, die eigene Wahrnehmung ständig zu hinterfragen.

EN

Haleh Redjaian is an artist of remarkable versatility. Based on drawing, she works in numerous media from textiles to wall and room installations. Her abstract works and complex systems of order reveal a deep attachment to rational lines and forms that constantly generate new structures and geometries through continuous experimentation.

Redjaian’s site-specific installations play a specific role, in which the space itself becomes the main character and is given a new identity through the installations. Thereby flexible adaptation to the given space is essential for Redjaian.

Wall Work #38 – newly conceived for the Kunstverein’s foyer – with its seemingly endless rows of wafer-thin, hand-made elements, also testifies to the artist’s sharp focus on detail work. By introducing random irregularities into her patterns and systems of order, she creates a subtle image of latent decay that plays with the concepts of order and chaos, repetition and fragmentation, forcing the viewer to constantly question their own perception.