Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?

Gottlob Frege, Ludwig Wittgenstein und ((4x3)+12) Versuche über die logische Struktur der Welt

 

Eröffnung 12.1.2018  19h

 

Josef Dabernig, Martin Ebner, Andreas Fogarasi, Bernhard Frue, Kathi Hofer, Roland Kollnitz, Ingo Nussbaumer, Wendelin Pressl & Markus Hofer, Anja Ronacher, Simon Wachsmuth, Anita Witek, Otto Zitko und Heimo Zobernig.

zusammengestellt von Gregor Schmoll

 

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Ist Eros der eben jetzt von mir beobachtete Planet?“ im Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz e.V. eingeladen.

Die Präsentation ist nach dem Auftakt in Goldbergkunst e.V. die erste Station dieses Projekts im Jubiläumsjahr 2018 mit seinen zahlreichen Anlässen rund um Gottlob Frege und Ludwig Wittgenstein, zwei der bedeutendsten Köpfe der Analytischen Philosophie. In diesem Jahr koinzidiert der 170.Geburtstag von Gottlob Frege, dessen „Begriffsschrift“ vor 140 Jahren erstmals erschien, mit der sich zum 120. mal jährenden zufälligen Entdeckung des Kleinplanet Eros auf einer Fotoplatte durch den deutschen Astronomen Gustav Witt. Vor allem aber stellte vor exakt 100 Jahren Ludwig Wittgenstein seine „Logisch-philosophische Abhandlung“ fertig.

Der Titel der Ausstellung - dem Brief Gottlob Freges an Ludwig Wittgenstein vom     3. April 1920 entnommen - thematisiert, ausgehend vom 100-jährigen Jubiläum der „Logisch-philosophischen Abhandlung“ und angelehnt an die briefliche Auseinandersetzung dieser beiden Philosophen, das Verhältnis von Wahrnehmung, Zeichen und Sprache, Form und Wirklichkeit. Sie vereint dreizehn herausragende Arbeiten aus den Genres Film, Video, Skulptur, Zeichnung, Fotographie, Malerei, Graphik von österreichischen Künstlerinnen und Künstlern der jungen und jüngeren Generation, die sich konzeptionell innerhalb der Tradition dieser analytischen Fragestellungen verorten lassen. Die Frage nach der Abbildbarkeit der Wirklichkeit, nach Sinn und Bedeutung des Gezeigten und den daraus resultierenden Folgen bzw. Widersprüchen stehen im Fokus der Ausstellung, wobei nicht versucht wird, eine Antwort zu finden, sondern vielmehr der Blick auf die Vielschichtigkeit der Fragestellungen gerichtet bleibt.

Vielleicht kann gesagt werden, daß allen ausgestellten Arbeiten die Frage nach einer logischen Struktur des Abbildens und damit der Welt kritisch und auch ein wenig ironisch eingeschrieben ist.

 

Die Ausstellung wurde durch die Unterstützung des Österreichischen Bundeskanzleramts ermöglicht.

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