Warren Neidich, Parthenon Marble Recoded: The Phantom as Other

The Parthenon Marbles Recoded: The Phantom as Other ist eine neue, karnevaleske Neonlicht-Wandinstallation des in Berlin lebenden, amerikanischen Künstlers Warren Neidich. Sie antizipiert eine beunruhigende Zukunft, indem sie heute darüber nachdenkt, was aus unserer Zivilisation im Moment der so genannten ‚Singularität‘ zukünftig werden könnte. Wie erstmals von John von Neumann formuliert, ist diese ‚Singularität ‘… Warren Neidich, Parthenon Marble Recoded: The Phantom as Other weiterlesen

Mark Fridvalszki, Forward and Up!

17.2.—18.4.21

Ab 17.2.21 bis 18.4.21 ist die Installation im Foyer des Kunstvereins 24h am Tag zu sehen. Mark Fridvalszki beschäftigt sich mit der sinnlichen Materialität aufgegebener oder gescheiterter Utopien der Moderne. Normalerweise mischt der Künstler dazu experimentell verschiedenste Materialien wie Tapeten, gefundene und hergestellte Objekte, Digitaldruck sowie andere Drucktechniken und führt sie in raumfüllenden Collagen zusammen.… Mark Fridvalszki, Forward and Up! weiterlesen

Elodie Seguin, hall painting

15.9.—31.12.19

Es ist immer eine Herausforderung Kunstwerke in den öffentlichen Raum zu bringen. Besonders wenn man im Bereich der erweiterten Malerei arbeitet. Für unsere jüngste Wandarbeit hat Elodie Seguin einen einzigartigen Ansatz definiert, der die Beziehung zwischen mehreren gemalten Objekten sowie ihre Organisation innerhalb und ihre Beziehung zum gegebenen Ausstellungsraum untersucht. Der Effekt ist Farbe als evokatives Volumen. Je nachdem von welchem Standpunkt aus sie betrachtet wird, ergeben sich jeweils unterschiedliche Effekte. In seinen reduktionistischen Tendenzen zeigt Seguins Werk eine offensichtliche Verwandtschaft mit der minimalistischen Tradition. Dennoch bleibt immer eine spontane, experimentelle Dimension in ihrem Prozess, d.h. die Installation gewinnt erst während des Malens selbst mittels Versuch und Irrtum ihre endgültige Form.

Irène Hug, Repräsentation

Weit entfernt von der cleanen Schriftkunst amerikanischer Minimalisten oder Konzeptkünstler, konfrontiert uns Irène Hug mit ihren Botschaften in grellen Leuchtschriften, Objekten, Installationen und Fotografien. Hug bearbeitet und verwertet die typografischen Formen von Wegweisern, Logos und Reklameslogans, die weltweit urbane Räume überziehen. Mit den Techniken der Appropriation, der Montage, des Zitats und der Retusche reagiert sie auf die vorgefundenen Materialien, Situationen oder stereotypen Erscheinungsbilder, deren Bedeutung sie mittels pointierter und zugleich komplexer gestalterischer Eingriffe verändert und kommentiert.

Monique van Genderen, Shila Khatami, Ingo Meller, To Start a Painting

5.6.—13.7.2019

Ungegenständliche Malerei ist kein einheitliches Produktionsfeld. Dessen ungeachtet, stehen regelmäßig Fragen im Vordergrund, die im Bewusstsein ihres historischen, sozialen und institutionellen Rahmens formuliert werden. Parameter aktueller Formen sind in vielen Fällen Überlegungen, die Produktion und Material genauso reflektieren wie den Ort ihrer Präsentation. To Start a Painting bringt mit Monique van Genderen, Shila Khatami und Ingo Meller drei der interessantesten Positionen zusammen.

Babette Kleijn, Casting the Runes

1.2.—15.4.2019

During her residency at AiR Berlin Alexanderplatz (ABA) last year, Rotterdam based artist Babette Kleijn explored different forms of ironwork applied on and in monumental buildings like the Volksbühne on Rosa-Luxemburg-Platz. The repetitive character as well as the ornamental aesthetics of the iron railings inspired her to discover the language of this material by learning the practice of iron forging herself from scratch. The new wallwork Kleijn created for the Foyer of the Kunstverein on Rosa-Luxemburg-Platz ist the first application of this technique in her art. In Casting the Runes the artist aimes to establish a balance between script and ornamentation. Drawing from the strong resonating presence of written language and symbolism that runs through the history of humanity, Kleijn is driven by the rich interpretative potential that we humans possess. It is this creative and interpretive power that Kleijn attempts to trigger in the viewer though her work.

Karina Nimmerfall, A NEW ROOM OF ONE’S OWN

10.11.18—18.1.19

Die Ausstellung A New Room of One’s Own bringt zwei Projekte von Karina Nimmerfall über das Verhältnis von Frauen zu Wohnen, Arbeit, Politik und Stadtplanung zusammen. Nicht ohne Grund verweist der Titel auf Virginia Woolfs bahnbrechenden Essay zur feministischen Literaturkritik und verbindet die beiden unterschiedlichen Ansätze von Nimmerfalls Arbeiten. Gezeigt werden Teile der umfangreichen Foto-Text-Serie Indirect Interviews with Women. Diese basiert auf einer Studie der britischen Organisation Mass Observation, die Frauen 1941 – als die Angriffe der deutschen Luftwaffe große Teile Londons zerstörten – explizit zu ihren Lebensumständen und Vorstellungen zum Thema Wohnen, Arbeit und Leben befragten. Die neue Serie A New Room of One’s Own besteht aus großformatigen computergenerierten Bildern in einer raumgreifenden, mehrteiligen Installation. Sie analysiert aktuelle Immobilienwerbeportfolios und verbindet deren Bildersprache mit den Zeichen und Codes radikaler Frauenrechtsbewegungen und der Geschichte des Feminismus – sowie deren Kommodifizierung.

Mies in Berlin, Flux of Experience

26.4.—13.7.2018

Mies in Berlin ist der Titel der ersten Schallplatte des Bauwelt Archivs, die ein langes Gespräch mit dem Architekten festhält, das stattfand als Mies van der Rohe 1964 – nach 27 Jahren – zum ersten Mal wieder nach Berlin kam um dort den Bau einer Galerie des XX. Jahrhunderts vorzubereiten. Dieser moderierte Monolog ist Ausgangspunkt der Ausstellung Mies in Berlin – Flux of Experience.

Felix Kultau, Idyllwild

11.3.—23.3.2018

Das Ausgangsmaterial für die Arbeiten Kultaus sind in verschiedenen Kontexten benutzte, markierte, beklebte und verkratzte Türen von Metallspinden. Mutmaßungen über ihren ursprünglichen Kontext weisen in verschiedene Richtungen, erinnern an Konflikte Pubertierender aus amerikanischen High-School Filmen oder der militärischen Gleichschaltung des Privaten. Kultau reagiert auf das Äußere dieser Spinde und erweitert es um ästhetische Vermutungen eines vermeintlichen Dahinter. Seine visuellen Überformungen funktionieren als ein Ineinanderblenden der Zeichen exklusiver Milieus und den Spuren privater Erzählungen. Eine strukturelle Abnutzung und Verwertung der Subkulturen oder des attraktiven Unbekannten.

Arnaud Cohen, Hunting Season

16.9.—28.10.17

Im Herbst stehen in Deutschland Bundestagswahlen an. Vor dem Hintergrund Einfluss gewinnender rechter Parteien und Gruppierungen in ganz Europa hat der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz e.V. den französischen Künstler Arnaud Cohen eingeladen, seine Installation Hunting Season von 2016 in Berlin zu zeigen. Zusätzlich hat der Künstler eine neue Arbeit verwandten Inhalts entwickelt: Dansez sûr moi (2017). Diese beiden Installationen bilden den Kern der Ausstellung. Ergänzend werden ältere Arbeiten gezeigt; darunter Smileys Revanchard (2011) und Winter over Europe (Ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht).

Warren Neidich, Color of Politics —
The Statisticon Neon

28.4.—19.8.17

The Statisticon Neon (2017) ist eine Hommage an Joseph Beuys’ monumentales Werk Das Kapital Raum 1970-1977, das zuerst 1980 im Deutschen Pavillon in Venedig zu sehen war und sich heute als Leihgabe in der Neuen Nationalgalerie / Hamburger Bahnhof in Berlin befindet. Neidich montiert sein diagrammatisches, von buntem Neonlicht gepägtes Werk auf eine zwanglose Anordnung schwarzer Tafeln, die eine Art Echo auf Beuys’ Installation sind und sich zu dieser vergleichbar einem Technicolor- zu einem Schwarzweissfilm verhalten. Das Neonlicht veranschaulicht die Beziehung zwischen Kunst und Gesellschaft rund vierzig Jahre nach Beuys’ Werk, insbesondere die Bedeutung des Internets und seine Auswirkungen auf Arbeit und Kapital.

Andrea Pichl, Keine Atempause, Geschichte wird gemacht

9.2.—19.4.2017

Es ist unbestritten, dass kollektive Erinnerungen einen entscheidenden Einfluss auf die allgemeine Vorstellung von Gegenwart und Zukunft haben. In die Stadtlandschaft schreibt es sich unübersehbar durch Gebäude, Denkmäler, Infrastruktur und vieles mehr ein. Geschichte manifestiert sich hier zunächst als konkreter Fakt nicht als textliches Narrativ. Zahlreiche dieser Architekturen sind jedoch auch mit persönlichen und kollektiven Mythen und Geschichten verbunden, die sich mit historischen Tatsachen zu einem Amalgam verbinden, das nicht notwendig mit Zahlen unterlegt werden kann aber trotzdem nicht weniger real ist.

Frank Maier, Krabbensucher

15.9—26.11.16

Unter Abstraktion wird gemeinhin die Reduktion auf das Wesentliche eines Gedankens verstanden. Auch in der bildenden Kunst bezieht der Begriff sich auf Bilder oder Skulpturen, die im Gegensatz zu realistischen Arbeiten Einzelheiten zugunsten einer prägnanten Form weglassen oder gleich ganz auf wiedererkennbare Objekte verzichten. Frank Maiers Krabbensucher entspricht ist im Detail tatsächlich dieser Definition. Das Vertrackte ist nun, dass die schräge Konstellation mit ihren Bildboxen auf einer farbfeldartigen Wandmalerei in ihrem prominentesten Teil aber sofort als riesige Fratze, als asiatisch anmutende Maske zu erkennen ist. Was malerischer Methode, Stil und Form betrifft, haben wir also augenscheinlich ein Problem. Dass Maier von ‚umgekehrten Kubismus’ spricht und eine eiscreme-hafte Farbauswahl in Erdbeer und Waldmeister auftischt, macht die Sache nicht einfacher.

Eva Grubinger, Black Diamond Bay

30.4.—11.6.16

Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich Grubinger mit dem vielfältigen Potenzial alltäglicher Dinge, die sie aus den unterschiedlichsten Feldern bezieht – darunter Architektur, Zeitgeschichte, Literatur aber auch Minimal- und Konzeptkunst. Durch Verfremdungsprozesse mittels Material und Volumen verschiebt sie die ursprünglichen Codierungen dieser Objekte. In ihrem neuen Kontext stehen sie dann metonymisch für unsichtbare gesellschaftspolitischen Strömungen und deren unterschwellige Wirkung auf die Psyche.

Jens Wolf, Wallwork #17

10.12.15—31.3.16

For the 17th edition of Wallworks Jens Wolf was invited to generate a room filling painting from the matrix of the Pattern Boards he’s been meticulously developping for more than 10 years. It will be a rare occassion to see a blown-up version of his stylish neo-geo abstractions which are usually produced within a strictly defined set of formats.

Bettina Allamoda, Newbuild

3.05.—23.8.15

It has been aptly remarked that a central aspects of Allamoda’s work is tension. This is true both in terms of content as well as in a material sense. Pushing and pulling, stretching, and rotating are trademarks of her sculptures, playfully used to analyze and expose hidden politics of visibility that are inscibed into the surfaces of popular cultural phenomena such as fashion, art and architecture.

Anatoly Shuravlev, Panic

17.09.—31.10.15

Als 16. Intervention der Reihe Wallworks im Foyer des Kunstvereins am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin zeigt der russische Künstler Anatoly Shuravlev die Videoinstallation Panic. Shuravlev hat dafür eine der Schlüsselszenen amerikanischer Western appropriiert und sie in einen durch-und-durch urbanen Kontext gebracht.

Knut Henrik Henriksen, Tools

30.1.—19.4.15

To pursue the useless is hardly possible in a society where everything is made use of, even the mind. Nothing appears to be more frightening than to slow down the hyperactivity. Even our desires are guided by the principles of competition and exchange. Under these circumstances the cliché of a detached, inspired artistic work is worth preserving as this notion is the potentiality inherent to passivity. Like Bartleby – the scrivener from Melville’s famous short story – the artists in this show ‚would prefer not to’. Because hesitance, doubt, the act of stopping, of taking a look around make it possible for something not yet defined to enter and permeate our thoughts. This attitude is remarkable because it is now unthinkable.

Hans-Jörg Mayer, Luzifer 2009/2014

14.12.14—24.1.15

Wallwork #1 revisited.

Hannelore Van Dijck, Vor uns liegt ein weites Tal

20.9.—30.11.14

Wallwork #13

Thomas Locher, Two Postures

3.5.—31.8.14

Wallwork #12

Mandla Reuter, Curve Source Foyer Mustermann Bonsai

9.3.—20.4.14

Wallwork #11

Ines Lechleitner, Imagine Two Rivers

21.9.—30.11.13

Mit Imagine Two Rivers unternimmt Ines Lechleitner den Versuch, einen interdisziplinären, sensorischen Dialog über die Beziehungen und Assoziationen der Menschen mit einem Fluss zu eröffnen. Durch intensive Recherchen und zahlreiche Interviews vor allem zur Elbe und Yamuna erkannte sie, dass eher die Vorstellung von einem Duft als eine rein visuelle Arbei neue Perspektiven eröffnen würde. Das Ergebnis ist ein Parfüm, das sie zusammen mit dem in Wien lebenden Parfümeur Yogesh Kumar entwickelte und das für die Dauer der Intervention das Foyer des L40 erfüllen wird.

Famed

27.4.—30.8.13

Famed beschäftigen in vielen ihrer Arbeiten mit Gebäude und Architekturen in ihrem jeweiligen sozialen und stadträumlichen Kontext. Ihre Arbeit verweist weist auf die Geschichte und soziale Transformation des Viertels um den Rosa-Luxemburg-Platz und bedient sich dabei spezifischer Konsummuster, die wiederum sinnbildlich für solche der Demokratie stehen. Das Angebot gilt für alle, die aus dem Haus ins Viertel gehen und umgekehrt.

Claudia Wieser

30.11.12—28.2.13

Wallwork #8

Geerten Verheus, Topsy Turvy

ab 15.9.12

In bekannt produktiver Ambivalenz hat der Künstler für das L40 eine Installation ersonnen, die das Äußere nach Innen kehrt. Trifft man nun im Foyer nun überraschend auf eine elegant tordiert Markise aus halbtransparentem Kunststoff, deren üppig faltige Materialität sich infolge eines merkwürdiger Wetterdesasters in eine schlaffe dreidimensionale Lemniskate verformt hat., deren eine Hälfte im vollständiger Umkehr jedweder zuvor denkbaren Nutzung nun einer großen Auffangschale gleicht.

Julia Horstmann

2.6.—8.9.12

Wallwork #6

Alex Müller, Bewegung für eine Reise in Mitte

24.3.—27.5.12

Wallwork #5, 24.3.—27.5.12, Eröffnung: 23.03.2012, 17 Uhr 18 Uhr Gespräch mit Ludwig Seyfarth

Raphael Danke, The Double Disappearance of an Architect

11.9.—20.11.11

In seinem 1903 erschienenen Text ‚Die Großstädte und das Geistesleben’ schreibt der Soziologe Georg Simmel, dass Großstädter angesichts der Fülle der zwischenmenschlichen Begegnungen, denen sie jeden Tag ausgesetzt sind, gar nicht anders können, als ihren Mitmenschen mehrheitlich aus dem Weg zu gehen, denn ohne Distanz und Abwendung sei diese Art von Leben gar nicht auszuhalten. So ist es eben auch eine elementare Sozialisierungsform, seinen Hausnachbarn nicht mal von Ansehen zu kennen und sich im ihm im Gegenzug auch nicht aufzudrängen, sondern sich vielmehr unhörbar und unsichtbar zu machen.

Leonor Antunes, Floor

2011

Wallwork #3