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Eva Grubinger
Black Diamond Bay

Eröffnung/Opening: 30.4.2016 13-18 h
Dauer/Duration: 30.4.–11.6.2016 im L40/at L40 sowie/and  30.4.–30.8.2016 im Foyer des L40 und im Außenraum Rosa-Luxemburg-/Almstadtstraße/in the lobby of L40 and in the public space Rosa-Luxemburg-/Almstadtstraße
Öffnungszeiten/Opening hours: Mi-Fr/Wed-Fr  14–18h und auf Anfrage /and by appointment

Die Ausstellung ist am Freitag, den 6. Mai geschlossen. / The exhibition will be closed on May 6th .

Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich Grubinger mit dem vielfältigen Potenzial alltäglicher Dinge, die sie aus den unterschiedlichsten Feldern bezieht – darunter Architektur, Zeitgeschichte, Literatur aber auch Minimal- und Konzeptkunst. Durch Verfremdungsprozesse mittels Material und Volumen verschiebt sie die ursprünglichen Codierungen dieser Objekte. In ihrem neuen Kontext stehen sie dann metonymisch für unsichtbare gesellschaftspolitischen Strömungen und deren unterschwellige Wirkung auf die Psyche.

In Black Diamond Bay verfolgt Grubinger eine Anzahl miteinander verwobener Interessen: Das Maritime als Metapher, koloniale Abenteuer, Korrespondenzen zwischen der Welt vor hundert Jahren und der heutigen, sowie unterschiedliche Assoziationen zur Dunkelheit. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf einen imaginären Ort in Joseph Conrads Roman Victory (1915), sowie auf ein Lied von Bob Dylan aus dem Jahr 1976. Diese Verbindung zwischen Musik und Seefahrt ist relevant, denn Grubingers Skulpturen verflechten Verweise auf Konzert- und Clubkultur (und den traditionell damit verbundenen pharmakologischen Erkundungen) mit der Erschließung des Ozeans. Sie erforschen die fortdauernde Verlockung, den Reiz und das Risiko einer Reise ins Unbekannte. Sie evozieren die Idee einer psychologischen Landschaft, und einer physischen wie mentalen Reise, Eskapismus und der Suche nach sich selbst, Abenteuer und das Austesten eigener und fremder Grenzen. In den Arbeiten materialisieren sich innere Zustände von Überschreitung, Eroberung, Abgrenzung, zielloses Sich-treiben-lassen und Gefahr. Fetischisierende und scheinbare Sicherheit suggerierende Outdoor-Materialien reflektieren die dualistische Natur des Menschen. Wir suchen das Unbekannte, während wir gleichzeitig an einem sicheren Ufer anlegen möchten.